Essen & Trinken

New York Sour: Eleganz im Glas – Der König der Sours

Ein dramatisches Flat-Lay-Foto zeigt zwei Tumbler-Gläser, gefüllt mit dem leuchtend rubinroten New York Sour, da er mit Rotwein zubereitet wird. Die Drinks sind mit klaren Eiswürfeln und frischen Minzblättern garniert. Daneben liegt eine halbierte, aufgeschnittene Granatapfelfrucht, deren Kerne lose um die Gläser verstreut sind. Das dunkle, strukturierte Hintergrundthema erzeugt einen starken Kontrast zur hellen Minze und den roten Granatapfelkernen, was die Komplexität und Eleganz des Cocktails unterstreicht.

Der New York Sour ist das beste Beispiel dafür, wie eine kleine Ergänzung einen klassischen Cocktail in ein Meisterwerk verwandeln kann. Im Grunde ist er ein klassischer Whiskey Sour, veredelt durch einen eleganten Rotwein-Float. Diese einfache Geste verleiht dem Drink nicht nur eine atemberaubende Optik mit einem Farbkontrast aus goldgelbem Sour und rubinrotem Wein, sondern auch eine zusätzliche Geschmacksebene. Er ist der perfekte Drink, um einen Hauch von urbaner Eleganz und klassischem American Homestyle in dein Wohnzimmer zu bringen und gehört zu den stilvollsten amerikanischen Getränken.

Der New York Sour: Geschichte und die Kunst des Floats

Die Ursprünge des New York Sour sind, wie bei vielen Drinks aus dem 19. Jahrhundert, nicht ganz klar. Manche Quellen verorten ihn in New York, andere sprechen von einem „Continental Sour“ aus Chicago oder sogar New Orleans. Was jedoch feststeht: In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es populär, einen Whiskey Sour mit einem Schuss Rotwein zu krönen, was ihm den Beinamen „New York Sour“ einbrachte und seinen Status als stilvolle Abwandlung zementierte.

Die Kunst des Drinks liegt im sogenannten Float (dt. Schweben lassen). Der Wein wird vorsichtig als oberste Schicht auf den fertigen Cocktail gegossen. Da Wein eine geringere Dichte als der Cocktail hat, schwimmt er auf dem Eis oder dem Eiweiß-Schaum.

Das klassische New York Sour Rezept: Zutaten und die perfekte Textur

Der New York Sour baut auf der perfekten Balance zwischen Süße und Säure auf, wie man sie bereits vom Boston Sour kennt, der durch Eiweiß besonders samtig wird.

Die perfekten Zutaten

  • Whiskey: 6 cl Bourbon oder Rye Whiskey. Bourbon ist süßer und harmonisiert gut mit dem Wein.
  • Zitronensaft: 3 cl frisch gepresster Zitronensaft.
  • Zuckersirup: 2 cl einfacher Zuckersirup (Simple Syrup).
  • Eiweiß (optional): 1 frisches Eiklar (für die samtige Textur und den idealen Float-Untergrund).
  • Rotwein (Float): 1-2 cl trockener, kräftiger Rotwein (z. B. Cabernet Sauvignon, Malbec oder Zinfandel).

Die Dry-Shake und Float Technik

  1. Dry Shake (optional, aber empfohlen): Gib alle Zutaten außer dem Rotwein und dem Eis in einen Shaker. Schüttle den Drink kräftig für 15 Sekunden ohne Eis, um den Eiweiß-Schaum zu emulgieren.
  2. Wet Shake: Füge Eis hinzu und schüttle den Drink erneut kräftig, bis er gut gekühlt ist.
  3. Servieren: Gieße den Drink durch ein Sieb in einen Tumbler, der bereits mit frischen Eiswürfeln gefüllt ist.
  4. Der Float: Halte einen Barlöffel mit der Unterseite nach oben direkt über die Oberfläche des Cocktails. Gieße den Rotwein langsam über die Rückseite des Löffels, sodass er sanft auf dem Schaum oder dem Drink „schwimmt“.

Perfect Pairings und weitere Whiskey-Klassiker

Der New York Sour ist ein idealer Begleiter für herzhaftes Amerikanisches Essen. Er harmoniert besonders gut mit Gerichten, die eine leichte Süße oder Würze aufweisen, wie Barbecue oder einem klassischen Philly Cheesesteak.

Für Liebhaber eleganter Whiskey-Drinks ist das Beherrschen dieses Rezepts ein Muss. Wer die Wurzeln der Barkultur erkunden möchte, sollte auch den Old Fashioned probieren – den Urvater aller Whiskey-Cocktails. Für Freunde klarer, konzentrierter Drinks ist der Manhattan Cocktail eine exzellente Ergänzung zur Hausbar.

Fazit: New York Sour – Ein zeitloser Drink mit Stil

Der New York Sour beweist, dass Kreativität im Detail liegt. Mit seinem beeindruckenden Erscheinungsbild und seiner geschmacklichen Tiefe ist er ein Statement für Stil und Wissen in der Mixologie. Er ist der perfekte Drink, um deine Gäste zu beeindrucken und eine elegante, aber gemütliche Atmosphäre ganz im Sinne des American Homestyle zu schaffen.

Ein leuchtend roter Cocktail, der dem New York Sour in der Farbe ähnelt, wird in zwei Tumbler-Gläsern mit Eiswürfeln auf einer dunklen, nassen Oberfläche präsentiert. Die Drinks sind mit frischer Minze garniert. Im Hintergrund liegen Granatapfelhälften und verstreute Kerne, die die intensive rote Farbe des Getränks erklären. Das Bild fängt die erfrischende, komplexe und visuell ansprechende Ästhetik eines klassischen Sours-Cocktails ein.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum New York Sour

Was ist der Unterschied zwischen einem New York Sour und einem normalen Whiskey Sour?

Der New York Sour unterscheidet sich vom klassischen Whiskey Sour durch den sogenannten „Float“ (eine Schicht) aus trockenem Rotwein, der als letzte Schicht auf den Cocktail gegeben wird.

Welcher Wein eignet sich am besten für den Float?

Es eignet sich am besten ein trockener, vollmundiger Rotwein mit einer guten Farbdichte und Struktur, wie ein Cabernet Sauvignon, Merlot oder ein Malbec.

Muss ich Eiklar für einen New York Sour verwenden?

Nein, das Eiklar ist optional. Es sorgt aber für die charakteristische samtige Textur und eine stabile Schaumkrone, auf der der Rotwein besonders gut schwimmt.

Kann ich statt Zitrone auch Limette nehmen?

Ja, das ist möglich. Allerdings ist der New York Sour traditionell auf die Zitrone abgestimmt, da diese den Geschmack des Rotweins besser ergänzt.

Was bedeutet der „Dry Shake“?

Der Dry Shake ist das kräftige Schütteln des Drinks ohne Eis. Er dient dazu, das Eiweiß zu emulgieren und einen dichten Schaum zu erzeugen, bevor der Cocktail mit Eis gekühlt wird.

Kann ich einen New York Sour auch schütteln?

Ja, der New York Sour wird geschüttelt (zuerst trocken, dann nass), weil er Zitronensaft und optional Eiweiß enthält, was durch das Schütteln besser vermischt wird als durch Rühren.

You may also like

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert